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Kwas zum Znüni

 

Das Projekt von Marianna Polichtchouk entführte die Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer nach Russland.

Rund 30 Drittklässlerinnen und Drittklässler haben am Mittwoch eine virtuelle Reise nach Russland unternommen. Beim Betreten der Aula wähnten sich die Teilnehmenden fast schon am Ziel der Reise, der Raum war liebevoll mit zahlreichen Gegenständen dekoriert: Trachten, Fahnen, Bilderbände sowie ein Buffet mit Essen und Trinken verwandelten den Saal in eine russische Wohnstube.
Als Einstieg wurde ein Quiz durchgeführt. Hierbei zeigte sich, wer sich mit dem im Vorfeld erhaltenen Informationsordner seriös vorbereitet hatte. Dann ging es darum, Wörter in kyrillischer Schrift zu entziffern. Es zeigte sich, dass dies gar nicht so schwierig ist, wie man es auf den ersten Blick hätte denken können. Leider schrecke die Schrift viele Menschen davor ab, russisch zu lernen, so die Kurleiterin Marianna Polichtchouk. Dabei sei diese ohne grössere Schwierigkeiten erlernbar. Auf der anderen Seite fielen viele Schwierigkeiten weg, so verfahre die Sprache in der Regel nach dem Lautprinzip, was den Spracherwerb erleichtere.
Ein erstes Mal konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Buffet stürmen, gereicht wurde квас (Kwas), ein kohlensäurehaltiges dunkelbraunes
Roggengetränk. Dieses ist in Russland besonders im Sommer sehr beliebt. Damit der Erfrischungsfaktor an heissen Tagen auch überprüft werden kann, erhielten alle Besucherinnen und Besucher des Projekts das Rezept. Es bleibt zu hoffen, dass wir im nächsten Sommer hierzulande auch ein paar heisse Tage erleben und den Versuch durchführen können.
Der virtuelle Besuch von Kreml, Manegeplatz und Universität stand als nächstes an. Eine DVD entführte die Teilnehmenden in verschiedene Winkel Moskaus. Interessant war insbesondere, dass auch Einblicke in Räume des Kremls gewährt wurden, die für Touristen nicht zugänglich sind. Von den hohen Kuppeln ging es 60 Meter unter die Erde: Auch der wunderschönen Moskauer Metro wurde ein Besuch abgestattet. Einzigartig ist die U-Bahn dadurch, dass in den Bahnhöfen aus den Zarenpalästen entfernte Kunstgemälde ausgestellt werden.
Es zeigte sich schnell, wie facettenreich die Ausführungen der Kursleiterin waren, es wurden unzählige Aspekte Russland aufgezeigt: Kunst, Architektur, Literatur, Politik, Folklore, Bräuche oder Essen, um nur einige zu nennen. Abwechslungsreich ging es auch weiter, die Drittklässlerinnen und Drittklässler durften selbst russische Tänze einstudieren, am Nachmittag standen Exponenten der Wirtschaft für eine Podiumsdiskussion bereit.

Cyrille Walser

 

 
Das Russische Haus in der Schweiz | Rifferswilerstrasse 5 | 8915 Hausen am Albis | Schweiz